Posted by: secondeguerremondialeclairegrube | August 13, 2017

Indochine: Pont Paul Doumer

Indochine : Pont Paul Doumer

Grüß Gott !

Sur le pont Doumer, un curieux ballet y est donné, par des militaires, des sacs étranges y sont jetés.

Wikipedia.org / Crevettes Bigeard / Internet:

« L’expression „Crevettes Bigeard“ désignait les personnes qui auraient été exécutées illégalement, en étant précipitées par hélicoptère en mer Méditerranée, lors de la Guerre d’Algérie (1954-1962) et plus particulièrement pendant la Bataille d’Alger en 1957. Parfois, elles auraient été jetées du quai du port d’Alger. »

« Le sergent de la Légion Henryk Szarek a révélé dans un livre paru en 1988, l’utilisation pendant la guerre d’Indochine de cette technique de disparition, qui sera perfectionnée pendant la guerre d’Algérie. Il raconte ainsi qu’un soir de 1951, il voit une Jeep s’arrêter, malgré l’interdiction, au milieu du pont Doumer, à l’entrée d’Hanoi, et découvre le lendemain que des cadavres lestés ont été jetés dans le fleuve Rouge. »

Ein Soldatenleben / Henryk Szarek / Barett Verlag GmbH / Düsseldorf / 1988:

„ Leichen im Roten Fluß “

„ Nachdem unser Wachdienst im Hauptquartier geendet hatte, übernahmen wir die Sicherung der Brücke „Pont Dumeur“, die sich über den Roten Fluß spannt und Gia Lam mit Hanoi verbindet. Es gab zu wenig Personal für den Wachdienst, da sich die meisten Einheiten in Hanoi in höchster Alarmbereitschaft befanden. Da kein Ersatz vorhanden war, gelang es unserer Stammeinheit vorerst nicht, uns zurückbekommen. So konnten wir am nächsten Kampfabsprung nicht teilnehmen. Schließlich gelang es doch, einen Zug Senegal-Schützen aufzutreiben, der uns ablöste. Unser Bataillon benötigte im Einsatz dringend die Unterstützung des Granatwerferzuges, der aber zum „Wacheschieben“ zweckentfremdet war. “

„ Spät in den Abendstunden kamen die Senegalesen. Wir bereiteten gerade die Übergabe vor, als ich ein Jeep mit hoher Geschwindigkeit der Brücke näherte. Nach Einbruch der Dämmerung durften Fahrzeuge die Brücke nicht mehr überqueren, so hielt ich das Fahrzeug zur Kontrolle an. Ein Hauptmann und drei französische Soldaten saßen im Jeep und machten einen recht ungeduldigen, nervösen Eindruck. Auf dem Rücksitz entdeckte ich einen sackförmigen Gegenstand, der mir ziemlich merkwürdig vorkam. Ich verlangte vom Hautpmann den notwendigen Sonderausweis, den er mir auch sofort zeigte. Nachdem ich die Papiere überprüft hatte, fragte ich den Offizier:

„Was befindet sich in dem Sack ? “

„Nichts, was Sie interessieren hat.“

„Halten Sie nicht auf der Brücke an, meine Leute haben den Befehl, auf jedes Fahrzeug sofort das Feuer zu eröffnen, welches auf der Brücke anhält.“

„In Ordnung, wir werden nicht halten.“

„ Nun durfte das Fahrzeug passieren, nach kurzer Zeit fielen mehrere Schüsse. Trotz des Versprechens hielt der Jeep und war beschossen worden, fuhr aber nach kurzem Aufenthalt sofort weiter. Nun stürzte ich ans Telefon und rief den Posten an der anderen Seite der Brücke an mit dem Befehl, das Fahrzeug anzuhalten. Der Anruf kam zu spät, der Jeep verschwand bereits im Dunkel der Nacht. “

„ Es blieb mir nichts anderes übrig, als über den unliebsamen Zwischenfall eine ausführliche Meldung zu schreiben und mit der Übergabe an die Ablösung fortzufahren. Die Brücke war durch vier Wachtürme gesichert, die mit starken Scheinwerfern ausgestattet waren. Ich traf den Posten, der auf den Jeep geschossen hatte und erkundigte mich nach Einzelheiten des Zwischenfalles. “

„ Sie hielten unerwartet an und warfen etwas über das Geländer der Brücke, es hörte sich wie Kettenklirren an. Befehlsgemäß gab ich einen Warnschuß ab und forderte die Männer auf zu bleiben, wo sie waren. Sie hörten aber nicht auf mich, sprangen in den Jeep und fuhren weg. Daraufhin feuerte ich hinterher, sie erhöhten jedoch die Geschwindigkeit und verschwanden sehr schnell. “

„ Nun wandte ich mich an den Posten mit der Frage, warum er das Fahrzeug nicht aufgehalten hatte. Als Grund stellte sich mein Telefonanruf heraus, als es klingelte, begab sich der Posten an den Apparat, und die vier merkwürdigen Gestalten konnten ungeschoren verschwinden. “

„ Es dauerte über drei Stunden, bis die Übergabe endlich abgeschlossen war und am Horizont schon der frühe Morgen dämmerte. Wir warteten auf einen LKW für den Rücktransport. Während der Fahrt über die Brücke zeigte mir den Posten die Stelle, an der das Fahrzeug in der Nacht angehalten hatte. Ich schaute in die Tiefe und entdeckte nicht nur einen Sack, sondern eine größere Anzahl davon im seichten Wasser. Voller Erschrecken stellte ich bei näherer Betrachtung fest, daß es sich um Skelette, Ketten und Gewichte handelte, die die menschlichen Körper unten am Flußgrund halten sollten. Da der Strom zu dieser Zeit sehr wenig Wasser führte, konnte man das grausige Bild in aller Deutlichkeit sehen. Ich meldete meine Beobachtung und kehrte mit dem Offizier vom Dienst später aud die Brücke zurück. Dabei erfuhr ich von dem Eingeweihten, daß die Verursacher Angehörige des Nachrichtendienstes der französischen Armee waren. Sie warfen die Leichen von Menschen, die sie verhört hatten und danach beseitigen wollten, in das Wasser, meist handelte es sich um gefangene Vietminh, die nicht mit dem Nachrichtendienst zusammenarbeiteten oder die Aussage verweigerten.“

„ Dieses Erlebnis erschütterte mich sehr. Auch haben Gegner, gemessen an den jeweiligen Umständen, Anspruch auf menschliche Behandlung. Gefangene bei der oder nach der Vernehmung zu töten und die Körper kaltschnäuzig in ein öffentliches Gewässer zu werfen, war blanker Hohn gegen jede menschliche Regung. Das schreckliche Bild beschäftigte mich noch lange und führte mir wieder einmal die Grausamkeit gewaltsamer Auseinandersetzungen vor Augen.“

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« blanker Hohn gegen jede menschliche Regung. »

Claire GRUBE

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